Schutz und Sicherheit bietet vor allem eine Erziehung, die stark macht

veröffentlicht um 30.01.2017, 23:47 von Johannes Hermann

Starke Kinder im Kampf gegen sexuellen Missbrauch

Muggensturm, 27.01.2017 - Das Präventionsprojekt gegen sexuellen Missbrauch „Irmi und das Nein“ hat zum zweiten Mal an der Albert-Schweitzer-Schule Muggensturm für die 1. Klassen stattgefunden.

Das Projekt wird vom Präventionsverein Murgtal unterstützt und startete wie im letzten Jahr mit einem Elternabend zum Thema „Wie können Sie Ihr Kind schützen?“. Durchgeführt wurde der Elternabend von der Kriminalhauptkommisarin Karin Saar.

Zu Beginn stellte Karin Saar rechtliche und gesetzliche Fakten sowie aktuelle Zahlen zum Thema sexuellen Missbrauch vor. Danach folgte der zweite Teil des Abends, der sich damit beschäftigte, welche Präventionsmaßnahmen Eltern ergreifen können, um ihre Kinder zu schützen. Hier stellte Frau Saar konkrete Beispiele und Hilfestellungen der Präventionsarbeit vor, die die Eltern zuhause umsetzen können. Dabei  legte Frau Saar besonders großen Wert darauf, den Kindern Selbstvertrauen zu vermitteln: Kinder sollen auf ihre Gefühle vertrauen und diese auch äußern. Es ist wichtig, dass sie auf das eigene Bauchgefühl hören und sich dann Eltern oder anderen Bezugspersonen anvertrauen bzw. sich in Gefahrensituationen Hilfe holen. Leitsatz und Fazit des Abends war somit:

Schutz und Sicherheit bietet vor allem eine Erziehung, die stark macht

Ein Theaterstück zeigt, wie sich Kinder in unangenehmen Situationen verhalten können. Weiter ging es dann am Freitagmorgen für die rund 60 1. Klässler mit dem Theaterstück „Irmi und das Nein“. Die Puppenspielerin Christine Theberath stellte gemeinsam mit einem Polizisten eindrücklich verschiedene Szenen nach, in denen Irmi in unangenehme Situationen bei einem Spielplatzbesuch kommt: Die Oma, die Irmi küssen will. Der Junge, der ungefragt ihren Roller nimmt. Das Mädchen, das Irmi anstiften will, eine Mütze zu klauen und als letztes der Nachbar, der sie überreden will, mit ihm nach Haus zu gehen, mit dem Versprechen er habe dort Babykatzen. In dieser letzten Situationkam der Polizist  herein und rief laut und deutlich „NEIN!“ Irmi erhielt von ihm ein „Nein“ in Form eines Stofftieres und hatte nun keine Probleme mehr, „Nein“ zu sagen und fühlt sich dabei auch richtig gut.

Damit die Kinder die Botschaft des Theaterstücks auch nachhaltig umsetzen können, wird das Theaterstück in den Klassen noch einmal aufgearbeitet und besprochen.

Wir freuen uns darauf, nächstes Schuljahr das Projekt wieder durchzuführen und somit als festes Projekt für unsere 1. Klässler beizubehalten.

 







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